Dienstag, 20. Februar 2007 - SCHWÄBISCHE POST
 
 

HALLENNEUBAU / Heute wird im neuen Domizil erstmals das Narrengericht tagen

Sechtanarren erfüllen sich ihren Traum


Heute, am Fasnachtsdienstag warten die Röhlinger Sechtanarren (RöSeNa) mit einer besonderen Lokalität auf: Das um 10 Uhr beginnende Narrengericht wird erstmals in den gerade noch rechtzeitig fertiggestellten Räumen der neuen Halle tagen.

ELLWANGEN-RÖHLINGEN Im letzten halben Jahr haben sich die Faschingsvereine intensiv auf den Höhepunkt ihres Vereinsgeschehens, die fünfte Jahreszeit, vorbereitet: Die Garden und Tanzgruppen haben neue Choreografien eingeübt, die Büttenredner und Schnitzelbänkler haben ihre Reden verfeinert, die Vorsitzenden, (Sitzungs-) Präsidenten und Conferenciers haben Ansagen und Moderationen einstudiert.
Die Aktiven der Röhlinger Sechtanarren jedoch haben zusätzlich ihrem Berufsalltag und den Proben für das Programm der diesjährigen Prunksitzungen noch "nebenbei" an ihrem Domizil gebaut. Als Anfang November, und somit kurz vor dem Beginn der fünften Jahreszeit, die Außenhülle geschlossen wurde, hatte der RöSeNa-Vorsitzende Kurt Schlosser gegenüber unserer Zeitung einen Wunsch geäußert: Die Arbeiten sollen möglichst im selben Tempo voranschreiten, damit in dem Neubau schon das Narrengericht tagen kann.
Da alle fleißig mit angepackt haben, konnte der Neubau soweit fertiggestellt werden, dass er tatsächlich für die ersten Veranstaltungen und somit auch für die heutige Gerichtssitzung genutzt werden kann.
Die neue Halle hat bereits bei einer ersten, kleinen Feier die Feuertaufe bestanden: Am vergangenen Gumpendonnerstag hat der Frauenbund Röhlingen im Probenraum sein traditionelles Frauenfrühstück abgehalten. Bei dieser Gelegenheit konnten die Sechtanarren die komplette Technik wie Beleuchtung und Beschallung und auch die Theken- und Kücheneinrichtung unter Veranstaltungsbedingungen testen.
Nach dieser Bewährungsprobe schauen die Sechtanarren entspannt ihrer ersten, offiziellen Veranstaltung in ihrem neuen Domizil entgegen: Heute wird ab 10 Uhr in dem Neubau erstmals das Narrengericht tagen. Im Gegensatz zum bisherigen Gerichtsort, können doppelt so viele Menschen "hautnah" erleben, welche Missetäter, die sich hinter den Symbolen am Narrenbaum verbergen, angeklagt und verurteilt werden.
Wie der RöSeNa-Präsident bereits in der ersten Prunksitzung verriet, sollen wieder Ellwanger Bürger unter den Angeklagten sein. Der Staatsanwalt des Gerichts wird aber sicherlich wieder den einen oder anderen - und womöglich an der Hauptstraße wohnhaften - Einheimischen für sein vereinswidriges Verhalten zur Rechenschaft ziehen...
Das heutige Narrengericht bietet der Bevölkerung aber nicht nur eine ideale Gelegenheit, die Anklage lautstark zu unterstützen, sondern auch die Chance, einmal einen Blick in die neuen Räume zu werfen.

 


Der Sitzungssaal ist bestuhlt, die Richterbank steht parat: Das diesjährige Narrengericht wird heute in der neuen Halle tagen
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