Dienstag, 20. Februar 2007 - SCHWÄBISCHE POST
 
 

FASTNACHTSUMZUG IN PFAHLHEIM

" Heiligs Blechle"

Ob jemals beim Umzug am Rosenmontag so viele Teilnehmer und ein derart gerüttelt Maß an Zuschauern zu finden war, wie beim ersten Faschingsumzug unter der Ägide der "Pfahlheimer Limesnarren" ist wohl kaum zu klären. Knapp vier Stunden ohne Unterbrechung und dann Faschingsfete im ganzen Dorf: fast unschlagbar.


 
 
ELLWANGEN-PFAHLHEIM Die gesprerrte Ortsmitte war an den Straßenrändern von unzähligen Zuschauern schon kurz vor dem pünktlichen Beginn des wohl größten Rosenmontagsumzugs gesäumt. Unter ihnen Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, Bürgermeister Karl Bux und Ortsvorsteher Eugen Sienz.
Eugen Feil und Klaus Boehm machten die galanten Erklärungen für die Zuschauer, wiesen auf Herkunftsort der Gruppen, ihrer Wagen und dem Hintersinn der närrischen Auftritte.
Den Anfang machte gestern die NaPo Ellwangen, die mit ihrem kleinen Fiat blaulichtblinkend einfuhr und den Feuerteufeln, den Feuerwehrfrauen, den Weg freimachte. Mit viel Beifall wurden sie begrüßt, wie nachfolgend auch alle anderen Gruppen im Umzug.
So auch die Halheimer Bauernkapelle unter Hans Rieger - schon beim Bürgerball hatte sie beste Musik gegeben -, gefolgt von der kleinen Garde, um die sich Uli Vetter-Konle und Ines Schill gekümmert hatten.
 

Ritter der Dosenrunde?
 
Faschingsmetropole Pfahlheim

"Heiligs Blechle" galt insgesamt 64 wunderbaren Gruppen, die Pfahlheim am Rosenmontag zur bunten Faschingsmetropole machten. Dabei zeigte sich der gesamte Umzug ausnehmend unpolitisch. Eher standen Themen wie die "Clowns der Hütte Tannhausen", "Sister Act", die "Gummibärenbande" aus Schrezheim oder die "Albuch Hexa" im Mittelpunkt.
Bei den vielen, wirklich allesamt guten Guggenmusikgruppen waren die diesjährigen Paten der Faschingsfigur, die "Jagsttalgullys", ganz blendend drauf, denen allerdings die "Molgebachgugga" aus Stödtlen nicht nachstanden.
Alles in allem war der Umzug in Pfahlheim ein langer, ungetrübter Genuß. Die Veranstalter hatten es geschafft lückenlos die zahlreichen Fuß- und Wagengruppen dicht an dicht an den Zuschauern vorbeizuführen. Sämtliche bedeutende Narrenzünfte aus der Umgebung waren vertreten, oft mit dem amtierenden Prinzenpaar. Alle wurden mit viel Beifall von den Zuschauern, die dicht die Straßen säumten, begrüßt und begeistert entlassen.
Ein bunter Zug überschäumender Freude und begeisternder Themenvielfalt. Anschließend an den großen Umzug ging es weiter. Die "Kastellhalle", die "Sonne" und der "Grüne Baum", in dem traditionell der Musikverein Röhlingen für wirklich guten, elektronikfreien Ton sorgte, waren genagelt voll.
Pfahlheimer Narren, ihre Gäste und auch die Verwaltungsspitze aus Ellwangen ließen sich dort verwöhnen. Pfahlheim ist gastfreundlich.

 

Ein Massenspektakel: Zahlreiche Besucher säumten gestern beim Umzug Pfahlheims Straßen.

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