Montag, 14.01.2008 - SCHWÄBISCHE POST
 
  27. Landesnarrentreffen Ein Wochenende lang war Ellwangen die „Landeshauptstadt der Narren“

Alle Spielarten der Fasnacht zu Gast

Mit dem Festzug von über 6000 aktiven Fasnachtern aus allen Teilen des Landes sowie aus der Schweiz und Liechtenstein erreichte das Landesnarrentreffen in Ellwangen gestern seinen Höhepunkt. Die Sonne sorgte für hervorragende Stimmung und die Rösena für eine perfekte Logistik.

Ellwangen
Rund 30 000 Zuschauer säumten nach Angaben der Polizei die Straßen, als die Gruppen aus Röhlingen, Ellwangen und Umgebung pünktlich um 13 Uhr am Schießwasen losmarschierten. Auf der Westtangente wurdden sie bereits von den ersten Zuschauern empfangen, in der Stadt standen die Menschen dicht an dicht.
In der Spitalstraße hatte das SWR-Fernsehen eine gewaltige Logistik mit zahlreichen Kameras und Scheinwerfen für die Live-Übertragung aufgebaut, am Marktplatz stand die geballte Technik mit Regie- und Übertragungswagen. Sonja Schrecklein war auf der Straße unterwegs, reihte sich zwischen Hexen, Maskenträgern, Funkenmariechen und Elferräten ein. Peter Bauer von den Rösena saß mit anderen in der schallgeschützten Glaskabine und kommentierte das Geschehen. Aus dem ganzen Land gingen immer wieder Anrufe am „Narrentelefon“ ein, die sofort beantwortet wurden.
Nach den Gastgebern folgten die Narrengruppen aus dem ganzen Land, die meisten mit geschichtsträchtigen Maskengruppen. Über deren Entstehung und Hintergründe berichteten Kommentatoren am Hotel Germania, am Fuchseck und an der Kanne.
Weil es fast ausschließlich Fußgruppen waren, die da durch die Stadt zogen und ständig Kontakt zu den Zuschauern aufbauten, Bonbons, Möhren, Schokolade und Konfetti warfen, war dieser Festzug eine kurzweilige Sache. Erst gegen 16 Uhr begannen erste Zuschauergruppen abzuwandern, Ende des Festzugs war gegen 17 Uhr.
Bis dahin hatten die Gaststätten, Cafes, Pizzerias und etliche Imbißstände bereits ein gutes Geschäft gemacht.
Die meisten Fasnachter, die in rund 90 Bussen angereist waren, hatten nach dem Umzug noch nicht genug. Sie mischten sich unter die Zuschauer oder zogen zum Schießwasen hinab, wo in den Messezelten die Partyband „Stöpf“ noch einmal einheizte.
 


Hoch hinaus auch ohne Hexenbesen: Am Fuchseck gab es keine Stehplätze mehr. (Fotos: Franz Rathgeb)
 


"Woisch Sonja, eigentlich dät i dir scho a Kissle gäba. Aber du bisch so vrschmiert an de Bagga".
 


"Das Läben isch so schee. I muaß emmr lacha."
 



"Nein, ich hab keine Angst. Auch nicht vor dir, "Roale" aus Ochsenhausen.

 


Redaktionsleiter Gerd Motzkus, Gastmoderator Peter Bauer und Umzugs-Kommentator Werner Mezger (von links) saßen in der Glaskabine.

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