Donnerstag, 03.03.2011 - SCHWÄBISCHE.DE - Beate Eberstein

 

Top: Die Röhlinger Narren sind auf Zack


Stimmung bei der RöSeNa-Prunksitzung - Eheberater beißt sich Zähne aus

Ellwangen-Röhlingen - Lange haben Prinzessin Anika I. und Prinz Tobias I. auf ihren großen Auftritt warten müssen. Endlich hat die fünfte Jahreszeit begonnen und die Röhlinger Sechtanarren können wieder loslegen. Und das machen sie ganz professionell. Die erste Prunksitzung ist gut organisiert, Klang und Licht in einfühlsamen Händen und auch das Programm kann sich sehen lassen.


Top: Die Röhlinger Narren sind auf Zack

Neben Mini- (unter der Leitung von Vera Schlotter, Ramona Vaas und Susi Köder), Kinder- (trainiert von Jacqueline Ilg und Marlene Bühler), Jugend- (Nina Betzler und Sandra Pfeiffer sind die Trainerinnen) und Prinzengarde (Kathrin Gösele und Nicole Bäuerle) gab es tolle Showtänze, die ins Chinesische Drachenreich, nach Paris zum Glöckner von Notre Dame und zu den „Feuermäusen“ entführten. Fantasievolle Kostüme und perfekt trainierte Gruppen waren eine wahre Augenweide. Inzwischen sind aus den Garden die neuen Trainerinnen erwachsen, was sicherlich für die Struktur des Vereins spricht.

Das Männerballett (auf Zack gebracht von Corina Riethmüller und Nicole Bühler) zeigte sich nicht schwäbisch sondern schwedisch und „tanzte lustig um die Bäume“, was die sinngemäße Übersetzung eines schwedischen Textes im Programm bedeutet.

Die „3 Lausbuaba“ Johannes Gerold, Jean-Luca Scheibli und Maximilian Maile hatten die Lacher auf ihrer Seite, als sie in die Bütt traten. Auch Ann-Kathrin Riethmüller als „Mädle vom Lande“ und Marina Kurz „Auf 1000 Volt Strom“ zeigten, dass es an Nachwuchskomikern bei den RöSeNas nicht mangelt. „Kächele und Schächtele“ alias Andrea Fischer und Bettina Salvasohn trafen sich aufgestylt bei der Afterworkparty wieder.

Den Dorftratsch aufgegriffen

Herausragend komisch waren Manuela Huppenberger und Lisa Bühler, „De sell Schell mit d'r bleda Blodder“, die nicht nur den Dorftratsch aufgreifen, sondern auch über sich selber lachen können. Die Schnitzelbank, Daniel Kurz und Florian Schmid, hatte ein Jahr Zeit, all die kleinen und größeren Missgeschicke ihrer Mitbewohner zu sammeln und bei der Prunksitzung zu zerhackstückeln. Das taten sie vortrefflich, zielsicher und mit Genuss unter musikalischer Begleitung von Alfred Spaag.

Die Abele-Brüder, durch Benjamin Brinner verstärkt, verkörperten einmal mehr den Traum jeder Schwiegermutter in weißen Marineuniformen und mit geschulter Stimme als Top Hats Gesangsquartett.

Der Musikverein Röhlingen spielte in traditionellen Domino-Kostümen unter der Leitung von Uwe Brandt und „Nimm 2 und die Schwestern“ entführten „Auf die Alm und Waldmannsheil“ und ernteten dafür viel Applaus.

Seit vielen Jahren begleitet die Musikformation The Tonics einfühlsam und fokussiert die Veranstaltungen der RöSeNa. Helmut Flohr als „Silberhochzeiter“ machte witzig zunichte, was „der Eheberater“ Franz Uhl in mühsamer Gruppenarbeit auch hartgesottenen Eheleuten beigebracht hat.

In der Pause fanden zahlreiche Ehrungen statt. Franz Schwarz und Peter Bauer führten launig durch das Programm und viele Helfer zogen die Fäden im Hintergrund. Last not least erfüllten die Röhling-Stones mit ihrer Guggamusik die Halle.

(Erschienen: 03.03.2011 22:35)



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