07.02.2016 - SCHWÄBISCHE POST

Wer wird angeklagt?

Narrengericht bei den Sechtanarren in Röhlingen

Am Narrenbaum hat das Wilde Heer der Röhlinger Sechtanarren (RöSeNa) Bilder angebracht, Hinweise auf die Angeklagten, die am Faschingsdienstag vor dem Narrengericht stehen werden. Wen klagen die Narren wohl an? Die SchwäPo stellt die heißesten Vermutungen vor.

Ellwangen-Röhlingen. Die „Geschwindigkeitsmessanlage“ weist offensichtlich auf einen der 30 000 Schnellfahrer hin, die im Vorjahr in der Röhlinger Ortsdurchfahrt „geblitzt“ wurden. Dazu zählen der RöSeNa-Kassierer und die örtliche Feuerwehr. Mit der „Gefahrenstelle außerhalb des Ortsschildes“ könnte der Ortseingang aus Fahrtrichtung Haisterhofen gemeint sein. Dortige Anwohner fordern seit Jahrzehnten vergeblich, dass das Ortsschild weiter nach außen versetzt wird.
Der Schriftzug „ELR“ steht in der Regel für das Entwicklungsprogramm ländlicher Raum. Mit Mitteln aus diesem Förderprogramm wird derzeit die Röhlinger Sechtahalle saniert. Die Zuschüsse hätten jedoch höher ausfallen können, wenn die Stadt ihre Einnahmequellen besser ausgeschöpft hätte. Ob deshalb ein Vertreter der Verwaltung oder des Gemeinderats vors Narrengericht zitiert wird?
Die Tafel, die einen „Zwerg mit Bierkrug in der Hand“ zeigt, könnte jenen Elferrat symbolisieren, der für die Bewirtung des Narrenstalls und die Bierbestellungen zuständig zeichnet. Es könnte auch eine Anspielung auf den nicht mehr stattfindenden Mittwochs-Stammtisch der RöSeNa sein.
Am Faschingsdienstag, 9. Februar, hat das Rätselraten ein Ende. Um 10 Uhr tagt im Narrenstall in der Mühlbachhalle das „Grobgünstige Narrengericht“ des Wilden Heeres der RöSeNa.
Um 19.11 Uhr will die Maskengruppe „Brandjoggala“ den Kreis der Röhlinger Fastnacht schließen und die Faschingssaison beenden. Heuer gibt es anstelle der traditionellen Narrenbaumverbrennung eine „Überraschungsbox“.